gegründet 1997, ist ein internationales Performance- und Theaterkollektiv. Die vierköpfige Gruppe wird als eine der international relevanten zeitgenössischen Performance-Theatergruppen genannt (vgl. z.B. Knut Ove Arntzen: Post Mainstream Theatre 2001; Hans-Thies Lehmann: Postdramatisches Theater etc.). Seit ihrer Gründung arbeitet die Gruppe in verschiedenen künstlerischen Tätigkeitsfeldern, neben dem Theater auch in Musik, TV, bildender Kunst, Literatur, Wissenschaft und Veranstaltungsorganisation. Sie hat Performances, Shows und Theaterstücke in ganz Europa produziert und gezeigt, u.a. in Berlin (Volksbühne, Podewil, Hebbel am Ufer), Hamburg (kampnagel, Deutsches Schauspielhaus), München (SpielArt Festival), Hannover (EXPO 2000), Giessen, Dresden (Hellerau), Leipzig (LOFFT) und Düsseldorf (FFT), Helsinki (artgenda 2000), Graz (steirischer herbst), Stockholm, Paris (Fondation Cartier), Zagreb (Eurokaz Festival / Urban Festival), Zadar (zadarznova festival), Wien (Donaufestival), Ljubljana (Mladi Llevi), Tallinn (Von Krahl Theater), Bitola (National Theatre of Macedonia) Split, Sarajevo, Cardiff/England (Chapter Arts), Antwerpen, Zürich (Theaterhaus Gessnerallee), Bologna, Köln und Mülheim (impulse). Sie hat Musikvideos für das Fernsehen produziert (Kitty-Yo 2000, EMI 2004 und 2006 – Preis der Jury / Zuschauerpreis der Kurzfilmtage Oberhausen) und Kongresse, Theaterfestivals und Kunstveranstaltungen in Berlin, Hamburg, Bochum und Düsseldorf kuratiert. In der internationalen Presse erregt die Gruppe wegen ihrer Vorreiterrolle bei der Integration unterschiedlicher popkultureller Medien wie Sport, Musik, Comic, Kino und Fernsehen, und wegen ihrer humorvollen Herangehensweise an komplexe politische und gesellschaftliche Themen immer wieder Aufmerksamkeit. Die Arbeit mit Stoffen für ein junges Publikum begann mit ihrer Manga-Serie „Gomune“ (2003/2004) und wurde in den letzten Monaten in der Zusammenarbeit mit dem Jugendtheater Skampis an einer Lehrstückreihe fortgesetzt. In ihren Produktionen „alarm Hamburg Shanghai“ (2005) und „EUROPIRAADID“ (2006), einer deutsch-estnisch-österreichischen Koproduktion, untersuchte die Gruppe die Möglichkeiten einer Fusion von Performance-Ästhetik, Tanz und Musiktheater. Für ihre Kindertheaterproduktion „Der Räuber Hotzenplotz“ (2007) wurde sie beim Impulse-Festival mit dem Preis des Goetheinstituts ausgezeichnet.

In der Jurybegründung hieß es: Showcase Beat Le Mot ist es gelungen, den bekannten Kinderbuchklassiker einmal ganz anders zu erzählen. Mit großem Charme und unter Aufbietung aller legalen und halblegalen Theatermittel, wie Illusion, Desillusion, Zauberei, Ironie, Tanz und Gesang rekonstruieren sie gemeinsam mit ihren jungen Komplizen im Publikum die Geschichte vom Kaffeemühlen stehlenden Hotzenplotz. Sie nehmen die Kinder ernst, ohne sich ihnen anzubiedern. Und vertreiben dabei alle Klischees, die die Kinder vorher aus Kassette und Film im Kopf hatten. 2009 wurde die Produktion zum Berliner Kinder- und Jugendtheatertreffen „Augenblick mal!“ eingeladen und gilt damit – laut Jury - als eine der fünf besten Produktionen der letzten zwei Jahre.

Mit der 2008 entwickelten Produktion „Vote Zombie Andy Beuyz“ tourte die Gruppe durch Hamburg, Berlin, Düsseldorf Zürich, Wien und Kopenhagen.

Derzeit arbeitet Showcase Beat le Mot an der Tiertrilogie im Bereich des Kindertheater. In Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue Berlin, dem Schauspiel Frankfurt und dschungelWien werden die Produktion "Bremer Stadtmusikanten" (Premiere März 2010 / Theater an der Parkaue Berlin) und "animal farm" (Premiere Oktober 2011 / Theater an der Parkaue, Berlin) anknüpfend an die Produktion "Peterchens Mondfahrt" (Premiere Februar 2009) umgesetzt. Des Weiteren arbeitet SCBLM an der Umsetzung des Zyklus „Gescheiterte Revolutionen“ in dem, in Koproduktion u.a. mit dem Berliner HAU, dem Donaufestival in Krems, dem Steirischen Herbst in Graz und Kampnagel Hamburg, die Produktionen „1534“ (Premiere Januar 2010 / HAU, Berlin) und „Commune – blutiger Mai“ (Premiere Oktober 2010) realisiert werden.